HG 85 Köthen gegen SG Pirna-Heidenau (26 : 19)

Kampf, Leidenschaft und viel Gegenwehr

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Ein zunächst zähes Intermezzo in Halbzeit eins, dann aber ein souveräner Endspurt: Die HG 85 Köthen hat die zweite Punktspielverpflichtung der neuen Saison gegen die SG Pirna-Heidenau verdient 26:19 (11:9) gewonnen.

„Das war eine überragende Abwehrleistung und eine besondere von Christian Kanzler im Tor“, gab der gesperrte Martin Lux nach Spielende zu Protokoll. Der Gastgeber brauchte 19 Minuten, um nach einem 5:8-Rückstand sein Leistungsvermögen gegen die SG Pirna-Heidenau darzubieten. Dabei vernachlässigten allerdings die beiden Schiedsrichter Gimmler/Rips das richtige Maß der Verhältnismäßigkeit bei Zeitstrafen zum Vorteil des Gastes, was aber nicht spielentscheidend war.

In den Reihen der Bachstädter glänzte vor allem, gestützt auf eine auf schnellen Beinen agierende Abwehr, Torhüter Christian Kanzler mit einer exorbitanten Leistung, die auf 21 gehaltenen Bällen basiert. Und im Angriff setzten Lukas Krug und Chris Hoffmann (je 7 Treffer) sowie Rechtsaußen Steven Just (6/1) die entscheidenden Akzente. Dazu führte Tom Groll mit Übersicht Regie.

Torhüter Martin Dietze und Christian Kanzler wurden nach Spielende zu den besten Akteuren der Partie gewählt.

Trainer Dusan Milicevic erkannte in der Pressekonferenz neidlos die Leistung des Gegners an und gratulierte als fairer Sportsmann zum Sieg. Svajunas Kairis zollte seiner Mannschaft für ihren Auftritt ein dickes Lob.

Die Gäste erwischten den besseren Start und führten in der 3. Minute 2:0. Sieben Minuten später hatte die HG 85 die Nase vorn (4:3). In der 13. Minute glichen die Gäste durch Krzysztof Kusal aus und marschierten durch einen Dreierpack sogar auf 8:5 (19.) davon. Dieser Rückstand veranlasste Svajunas Kairis zu einer ersten Auszeit, um neue taktische Winkelzüge zu besprechen, die umgehend griffen. Sein Team holte Tor um Tor auf. Den Torreigen eröffnete Lukas Krug zum 6:8, dann traf Tom Groll (7:8) und schließlich feuerte Chris Hoffmann eine seiner sieben Raketen erfolgreich Richtung Pirnaer Tor zum 8:8-Ausgleich (25.) ab. Steven Just netzte dann zur 9:8-Führung ein. Miran Valincic war es letztmalig vergönnt, noch einmal den Ausgleich zu erzielen. Mit zwei weiteren Treffern von Chris Hoffmann gingen die Hausherren 11:9 in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte war dann eine herausragende Demonstration der Stärke der Bachstädter, die ihre Grundtugenden zum Einsatz brachten. Die Gäste waren nicht mehr in der Lage, eine Führung im Spiel zu erzielen. Zwischen der 46. und 60. Minute brachten sie es lediglich auf nur noch drei Tore. Hingegen nahmen die Hausherren das Heft des Handelns in die Hand und inszenierten einen Schlussspurt, der mit 8 erzielten Treffern klare Verhältnisse schuf. Die Begegnung verlief in diesem Zeitraum einseitiger als erwartet, denn die HG 85 entblößte die Defensive der Gäste ein ums andere Mal und sicherte sich völlig verdient die beiden Punkte.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans, Leonhard Serfas; Lukas Alter, Tom Groll 2, Jannes Hesse, Jakob Hensen 1, Chris Hoffmann 7, Steven Just 6/1, Lukas Krug 7, Tom Lüders, Stefan Luther 3, Rene Uelsmann

SG Pirna-Heidenau: Martin Dietze, Philipp Ihl; Christian Möbius 1, Louis Böhm, Marian Bergmann 1, Robert Kurz, Sradan Gavrilovic 6/1, Robert Ultsch, Torsten Schneider 4/1, Miran Valincic 1, Krzysztof Kusal 5, Niklas Waller, Martin Durcek 1

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 1/1 - SG Pirna-Heidenau 3/2

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 4 - SG Pirna-Heidenau 1

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