HG 85 Köthen gegen USV Halle (30 : 28)

HG 85 Köthen durch den dritten Heimsieg jetzt auf Platz 4

von drh.

Die HG 85 Köthen hat ihr drittes Heimspiel der Saison 20018/19 gegen den USV Halle gewonnen. Mit einer konzentrierten Leistung in den letzten 20 Minuten der zweiten Halbzeit legte sie den Grundstein für diesen wichtigen 30:28 (15:15) - Sieg, der Platz 4 in der Tabelle zur Folge hat.

Dr. Bodo Kreutzmann hat den Anfang gemacht, die zuletzt verschüttete Qualität im Abschluss, als entscheidenden Grund für den Sieg, erfolgreich aufzubereiten. Seine Mannschaft hat erstmals in dieser Saison die 30-Tore-Marke erreicht.

Der Köthener Coach hatte sich erneut einen gut durchdachten Matchplan zurechtgelegt, den seine Mannschaft mit Erfolg umgesetzt hat. Beauftragte er im Spiel gegen Delitzsch sehr erfolgreich Stefan Luther Frank Grohmann per Manndeckung in seinem Wirkungsradius zu begrenzen, so musste diesmal Steven Just ab der 23. Minute die gleiche Aufgabe gegen Maximilian Haase übernehmen und der Rechtsaußen tat es bravourös.

Das allein war aber nicht der Grund für die Niederlage der Saalestädter, wie Robert Wagner nach Spielende kundtat: „Unser Manko war das Fehlen von Pierre Sogalla, der uns aufgrund seiner Schulterverletzung gefehlt hat. Sein Fehlen konnten wir gegen einen so starken Gegner, noch dazu auswärts, nicht kompensieren. Sogalla macht bei uns die einfachen Tore, die heute gefehlt haben.“ Beim Gegner machte der Ex-Köthener vor allem das Tempospiel als die Trumpfkarte aus: „Die daraus resultierenden Tore aus der ersten und zweiten Welle waren schwer zu verteidigen.“

Die äußerst intensive, von beiden Seiten fair geführte Partie, entschied sich zwischen der 46. und 52. Minute als sich der Gastgeber vom 24:22 auf 26:22 absetzte. Dabei erzielte der sich in blendender Verfassung befindliche Stefan Luther seinen 9. Treffer, der Saisonrekord bedeutet. In diesem Zeitraum waren die Hausherren den Hallensern zu jeder Zeit und in jeder Situation überlegen, was seinen Ausdruck darin fand, dass die Gäste zu keinem Treffer kamen.

In den ersten Minuten des Spiels trug ein gut aufgelegter Helmut Feger im Tor der Gäste seinen Teil dazu bei, dass die Bachstädter ihre 1:0-Führung nicht ausbauen konnten. Erst nach 19 Minuten gelang die 2-Tore-Führung (9:7). Nachdem der USV wieder den Ausgleich erzielt hatte, entscheid sich der Köthener Coach zur Manndeckung gegen Maximilian Haase, der bis dahin schon 5 Tore erzielt hatte. Es war, wie sich im weiteren Spielverlauf herausstellte, der entscheidende taktische Winkelzug, denn der Shooter ging in der übrigen Spielzeit leer aus. Aber noch wendete sich damit das Blatt nicht, denn die Gäste lagen in der 40. Minute 20:21 vorn. Eine immer besser stehende Köthener Deckung und ein sehr gut aufgelegter Christian Kanzler im Tor (insgesamt 19 Paraden) trugen mit dazu bei, dass die Angreifer des USV jetzt öfter am Abwehrriegel des Gastgebers abprallten oder Bälle verwarfen. Beim 23:21 (44.) beantragte Trainerin Ines Seidler eine Auszeit, die den weiteren Spielverlauf nicht veränderte. Das eine Tor von Robin John zum 24:22 war der einzige Treffer in den folgenden acht Minuten. Diese Durststrecke brachte die Saalestädter vorentscheidend auf die Verliererstraße. Als schließlich ein Gewaltwurf von Lukas Krug in der 54. Minute die Torlinie zum 28:24 überschritt, war der nervenaufreibende Thriller, den die Unparteiischen mit einigen Irritationen bei ihren Entscheidungen im letzten Viertel des Spiels fütterten, aufgelöst.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans, Leonhard Serfas; Lukas Alter, Tom Groll 1, Jannes Hesse 2, Jakob Hensen 4, Chris Hoffmann 3, Steven Just 4, Robert Kreller, Lukas Krug 5, Tom Lüders 2, Stefan Luther 9/1, Rene Uelsmann

USV Halle: Franz Flemming, Helmut Feger; Johannes Bertuleit, Jakob Streuber, Paul Kosak 3, Maximilian Haase 5, Robert Wagner, Maximilian Gruszka 2, Robin John 6, Patrick Baum 6, Julius Conrad 1, Chris Thiele 5/1, Tom-Eric Schepput

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 4/2 - USV Halle 3/1

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 2 - USV Halle 2

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