HG 85 Köthen gegen Z HC Grubenlampe (35 : 26)

Die Heimsieg-Serie hält

von drh.

Lukas Krug und Chris Hoffmann in Torlaune

Acht Tage nach dem Doppelpunktverlust in Apolda ging es für die HG 85 Köthen darum, eine besondere Willensleistung zu vollbringen, um den Nimbus der Unbesiegbarkeit in der Heinz-Fricke-Halle in dieser Saison zu bewahren. Auch im fünften Heimspiel hat die HG 85 Köthen das Spielfeld als Sieger verlassen. Der Gastgeber, diesmal ohne den verletzten Stefan Luther (muskuläre Probleme) und den gesperrten Tom Lüders, schaltete nach 17 Minuten gut organisiert und mit einem starken Siegeswillen in den Heimsiegmodus.

Die Hoffnungen auf das Verlassen der Abstiegsplätze sind für den Z HC an diesem Wochenende bei der HG 85 Köthen nicht gestiegen. Der Null-Punkte-Auftritt in der Heinz-Fricke-Halle war der Grund.

Die HG 85 hatte an diesem Abend unter der sachlichen Leitung der Schiedsrichter Meyer/Petzold reichlich Zug zum Tor und erzielte erstmalig in dieser Saison 35 Tore. Aus einer stabilen Abwehr erarbeitete sich der Gastgeber viele Tempogegenstoß-Chancen, die genutzt wurden und lieferte ein sehr produktives Kreisläuferspiel ab. „Wir haben nach den ersten zwanzig Minuten begonnen, unsere Gelegenheiten zu nutzen und konnten über die erste und zweite Welle unsere Tore machen. Dabei stand die Abwehr mit einem starken Christian Kanzler sicher. Mit hohem Tempo gelang es uns, den Gegner oft zu überlaufen, denn der hatte ein schwaches Rückzugverhalten. Dazu kam, dass wir den besseren Torhüter in unseren Reihen hatten“, erklärte Steven Just nach Spielende den Doppelpunktgewinn. Angepeitscht von den Köthener Zuschauern rang der Tabellenfünfte nach ständiger Führung ab der 5. Spielminute den Zwickauer HC absolut verdient 35:26 (13:10) nieder. Doch der Weg zu diesem Erfolg der Bachstädter war in der ersten Halbzeit noch steinig, da sich die Gäste als robuster und auch spielstarker Kontrahent bewiesen. Das Szenario, dass sich die Gäste an die Köthener herankämpften und sich dann durch einfache Gegentore um den Lohn brachten, wiederholte sich anfangs mehrmals.

Mit einer beeindruckenden Vorstellung, vor allem in der zweiten Halbzeit, entzauberte dann aber die HG 85 Köthen den Z HC Grubenlampe, der auch im dritten Anlauf auf einen Sieg in der Bachstadt wartet. Basis des Erfolgs war die Überlegenheit der Gastgeber auf der Torhüterposition mit einem fantastischen Christian Kanzler. Er musste zwar anfangs einige Male die Abwehrfehler seines Teams bereinigen, doch dieses Defizit verschwand schnell von der Spielfläche. Der HG 85 Keeper gewann überzeugend den Torhüter-Wettbewerb gegen seine Kollegen Maximilian Weihrauch und Sven Zergiebel im HC-Kasten.

Der Widerstand der Sachsen hielt bis zur 13. Spielminute (7:6), weil in den Reihen des Gastgebers noch Sand im Getriebe war. Doch in der Folgezeit glich der Angriff der Hausherren einer gut geölten Maschine, was mit der erstmaligen 3-Tore-Führung (9:6 / 18.) seinen Ausdruck fand. Mit der Hereinnahme von Martin Lux in das Abwehrgefüge und den Tausch von Steven Just für Robert Kreller auf dem rechten Flügel sowie Tom Groll für Jakob Hensen auf der Rückraummitte konnten die Köthener den erarbeiteten Vorsprung in die Pause mitnehmen.

Die Bachstädter waren auch im zweiten Durchgang auf alle Kniffe der Zwickauer gut vorbereitet und bestimmten den Kurs. Nach dem Wiederanpfiff brachte der Tabellenfünfte seinen Gegner mit einer bärenstarken Deckung aus dem Rhythmus und erzielte innerhalb von drei Minuten das 17:11, was zur Folge hatte, dass der HC eine Auszeit beantragte, die den weiteren Vorwärtsdrang des Gastgebers nicht verhindern konnte. Leonhard Serfas sicherte mit einem gehaltenen 7m in der 38. Minute die 19:13-Führung der Bachstädter. Der HC war fortan nicht mehr in der Lage, dem Spiel noch eine Wende zu geben, wenngleich Mirko Alexy im letzten Viertel der Partie noch sechs Treffer gelangen, weil ihn die HG 85-Abwehr nicht unter Kontrolle brachte. Dieses Defizit glich in den Reihen des Gastgebers Lukas Krug (4), Lukas Alter (3), Chris Hoffmann (2), Steven Just (1) und Tom Groll (1) aus. Geburtstagskind Rene Uelsmann (34. Jahre) losch mit dem letzten Treffer im Spiel die spärlich flammende Grubenlampe endgültig aus. Mit den zwei Zählern springt die HG 85 in der Tabelle einen Rang nach vorne.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans, Leonhard Serfas; Lukas Alter 5, Tom Groll 2, Jannes Hesse, Jakob Hensen, Chris Hoffmann 8, Steven Just 6/1, Robert Kreller 1, Lukas Krug 10/1, Martin Lux 2, Rene Uelsmann 1

Z HC Grubenlampe: Maximilian Weihrauch, Sven Zergiebel; Maciej Sieczka 3, Martin Vala 2, Torsten Koska 4, Roberto Schramm, Matyas Burda 1, Philipp Knape 5/2, Vojta Kozubik 1, Fabian Wenzel, Mirko Alexy 8, Oliver Meyer, Adam Krejcirik 2

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 3/2 - Z HC Grubenlampe 8/5

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 3 - Z HC Grubenlampe 2 HG 85 Köthen 3 - Z HC Grubenlampe 2 (Rote Karte: Martin Vala / 54.)

Disqualifikation:

Martin Vala (54.)

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