SG Pirna-Heidenau gegen HG 85 Koethen (22 : 23)

2. Auswärtssieg der Saison

von drh.

Die HG 85 - Abwehr stand, im Angriff wurden die Chancen genutzt

Und wo ihr’s packt, da ist’s interessant. Ein solches Ereignis war am Sonntagabend in der Sportstätte Sonnenstein in Pirna die vor etwa 500 Zuschauern spannungsgeladene Punktspielbegegnung SG Pirna-H. gegen die HG 85 Köthen. Mit einem 22:23 (10:8) -Auswärtssieg, bei dem Martin Lux und Lukas Alter nicht mitspielen konnten, beenden die Bachstädter das Sportjahr 2018. Es hat sich erneut gezeigt, die Fahrt nach Pirna lohnt sich. Es war diesmal nicht nur die “kämpferische Keule”, die das Spiel des Gastes bestimmte.

Steven Just war mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden und zog ein positives Fazit: „Wir haben uns diesmal in der Abwehr untereinander gut geholfen, gekämpft und seit langem wieder miteinander kommuniziert. Es gelang uns in der ersten Halbzeit, trotz eines 4-Tore-Rückstandes, wieder bis auf zwei Tore heran zu kämpfen. Zehn Gegentore nach dreißig Minuten sprechen für eine solide Abwehrleistung in unseren Reihen. Die zweite Hälfte begann für uns ideal. Da machen wir innerhalb von acht Minuten aus einem Zwei-Tore-Rückstand eine Zwei-Tore-Führung. Dabei gelangen uns die Treffer mittels einer soliden 6:0-Abwehr, die wir fast die komplette Spielzeit praktiziert haben. Die Ballgewinne waren die Basis für Konter, die Stefan Luther und ich verwandelt haben. Dieses Kampfspiel haben wir in der Abwehr auch bei Unterzahl gewonnen. Obwohl Lukas Krug zeitweise in Manndeckung genommen wurde, fanden wir Lösungen. Hoffi hat die entstandenen Lücken am Kreis erbarmungslos genutzt und keine Gelegenheit ungenutzt gelassen, Tore zu erzielen. Mit diesem Erfolg im Rücken lässt sich Weihnachten gut feiern. Wir gehen jetzt mit Rückenwind ins neue Jahr. Das ist ein gutes Gefühl nach der deutlichen Heimniederlage gegen Dresden.“

Der Gastgeber erwischte den besseren Start und bekam schon nach neun Minuten (4:2) leichtes Oberwasser. Bis zu diesem Zeitpunkt sahen bereits Lukas Krug, Chris Hoffmann, Torsten Schneider und Miran Valincic die Gelbe Karte von den Unparteiischen Robert Hähle und Markus Uhlig (HV Chemnitz). Torsten Schneider steuerte bis zum Halbzeitpfiff 50 Prozent der Pirnaer Treffer bei. Beim 8:4-Zwischenstand (20.) rief Trainer Dr. Bodo Kreutzmann seine Spieler zu sich, um das weitere Vorgehen abzustimmen – mit Erfolg, denn Tom Groll (1), Lukas Krug (2/1) und Steven Just reduzierten den Rückstand bis zum Pausenpfiff auf zwei Tore. Das konnte Trainer Dusan Milicevic mit seiner ersten Auszeit (9:7 / 24.) nicht verhindern. Nach 30 Minuten war für die HG 85 Köthen noch alles drin.

Mit dem Wiederanpfiff stellte sich in den Reihen des Gastgebers eine Verkettung von Fehlwürfen, technischen Fehlern und falschen Entscheidungen im Angriff bei gleichzeitig abnehmender Abwehrleistung ein. Dieses Manko nutzten die Bachstädter, wehrten die Angriffsaktionen der SG erfolgreich ab und ließen das Leder in der Offensive gut laufen. Dieses fehlerhafte Spiel entpuppte sich als Einladung zum Gegenstoßspiel der Gäste. Vor allem Stefan Luther, Lukas Krug und Steven Just stillten ihren Torhunger. Köthen kämpfte auch nach dem 16:16-Ausgleich (41.) durch Sradan Gavrilovic verbissen weiter. Als zwei Minuten später Lukas Krug erneut die Führung für sein Team erzielte, Leonhard Serfas eine Minute später einen Strafwurf von Sradan Gavrilovic parierte und Chris Hoffmann zum 16:18 (44.) einnetzte, war eine Vorentscheidung, wie sich im weiteren Verlauf der Partie herausstellte, gefallen. Der Treffer zum 16:19 durch Robert Kreller lähmte die Aktionen des Gastgebers weiter. Ein Umschwung gelang den Milicevic-Schützlingen auch dann nicht mehr, als sie mit einer zweitweisen Manndeckung gegen Lukas Krug agierten. Selbst dessen nicht verwandelter Strafwurf in der 51. Minute erwies sich nicht als Initialzündung in den Reihen des Gastgebers. Stefan Luther rammte mit zwei ganz wichtigen Treffern in Minute 54 (20:22) und 55 (21:23) die Pflöcke ein, die bis zum Schlusspfiff standhielten. In den Schlussminuten nahm das Spiel noch einmal dramatische Züge an: Nach dem 22:23 (56.), das Sradan Gavrilovic erzielte, erhielt Jakob Hensen eine Zeitstrafe und weil er zu zeitig das Spielfeld wieder betrat, eine zweite Bestrafung. Diese brenzlige Situation meisterten seine Mitspieler großartig. Das alles sorgte bei den Hausherren für triste Stimmung in der Kabine, beim Gegner hingegen für Freude und Selbstvertrauen für die nächsten Herausforderungen im neuen Jahr.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans, Leonhard Serfas; Lukas Alter, Tom Groll 1, Jakob Hensen 2, Chris Hoffmann 5, Steven Just 2, Robert Kreller 1, Lukas Krug 6/1, Martin Lux, Tom Lüders, Stefan Luther 6/1, Rene Uelsmann

SG Pirna-Heidenau: Martin Dietze, Benas Vaicekauskas, Philipp Ihl; Christian Möbius 3, Louis Böhm 1, Marian Bergmann, Robert Kurz, Sradan Gavrilovic 7/3, Robert Ultsch, Torsten Schneider 5, Miran Valincic 3, Niklas Waller, Martin Durcek 3, Peer Graffunder

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 5/4 - SG Pirna/H. 4/3

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 6 - SG Pirna/H. 5

[zurück]


© KOETHENONLINE 2003-2015
Sie befinden sich hier: 1. Männer > Spielbericht
Version 5.8 | letzte Änderung: 11.08.2017
Home | Kontakt | Anfahrt | Impressum | Datenschutz |