HG 85 Köthen gegen HSV Apolda (30 : 22)

Geschlossene Mannschaftsleistung mit einem überragenden Christian Kanzler

von drh.

Insgesamt gelten die Apoldaer in dieser Saison als auswärtsschwach. Mit der 22:30 (7:14)-Niederlage gegen die HG 85 Köthen haben sie diesen Tatbestand am Samstagabend in der Heinz-Fricke-Halle bestätigt und ihre sportliche Talfahrt fortgesetzt. Schon in der ersten Viertelstunde griffen eine fehlerhafte Chancenverwertung und eine dadurch entstehende Unsicherheit im Spielaufbau um sich. Hingegen schafften es die Gastgeber schnell, leidenschaftlich kämpfend, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Er begann dominant und lieferte in der ersten Hälfte eine starke Vorstellung ab, bei der Torhüter Christian Kanzler besonders herausragte.

Nach Spielende fand er sehr schnell die Gründe, weshalb sein Team den HSV klar beherrschte: „Unsere Einstellung in der Abwehr hat heute von der ersten bis zur letzten Minute gestimmt. Wir waren auf die zwei jungen Spieler mit denen sich der HSV verstärkt hat, gut vorbereitet. Mit der zweiten Welle haben wir auch die Konter gut gespielt und dabei eine gute Wurfquote besessen. Wir können heute mit unserem Auftritt sehr zufrieden sein.“

Gegen den hochverdienten Sieg der Bachstädter, der in fairen Bahnen verlief, stemmten sich die Gäste nur halbherzig und ergaben sich schon nach dem 7-Tore-Rückstand zur Halbzeit. Die von den Schiedsrichtern Schüller/Niedtner völlig überhäuften Zeitstrafen spiegeln den Fairnessaspekt dieser Partie in keiner Weise wider. Es war ein völlig einseitiges Spiel, in dem zu keiner Zeit Spannung aufkam. Dazu war die Abschlussschwäche der Gäste zu frappierend. Die Bachstädter ließen es diesmal nicht zu, dass die Glockenstädter nach dem 1:1 (2.) auch nur einmal die Führung übernehmen konnten. Zu oft trafen die Rückraumspieler mit ihren Zuspielversuchen die falschen Entscheidungen, war die Defensive des Gastgebers eher am Ball oder scheiterten an Torhüter Christian Kanzler, der in der 14. Minute Norbert Ban, zehn Minuten später Slobodan Veselinovic und eine Minute vor der Halbzeitpause Kevin Szep-Kis das Erfolgserlebnis von der Strafwurflinie vermasselte. Und im Angriff lief es wie geschmiert: Die beiden Außen Stefan Luther und Steven Just liefen erfolgreiche Konter, von den Halbpositionen (Lukas Krug / Robert Kreller) und vom Kreis (Chris Hoffmann) ging ebenso Torgefahr aus. Die Folge war ein beruhigender 14:7-Halbzeitstand.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das für die Zuschauer sehr attraktive Spiel des Gastgebers fort. Stefan Luther (3) und Chris Hoffmann (1) warfen erstmals einen 11-Tore-Vorsprung (19:8 / 34.) heraus und Christian Kanzler verhinderte mit weiteren Glanzparaden, dass der HSV nicht verkürzen konnte. Die Abwehr des Gastgebers, die in der 34. Minute Martin Lux durch die dritte Zeitstrafe verlor, stand auch danach noch gut organisiert. Schöne Tore gaben den Bachstädtern noch mehr Schub für den weiteren Spielverlauf. Beim 19:10 (38.) rief Trainer Frank Ihl sein Team das zweite Mal zu einer Besprechung, die aber in der Folge keine gewinnbringenden Ergebnisse brachte. Die Köthener bestimmten sowohl im Angriff als auch der Abwehr weiter das Spielgeschehen. Das letzte Viertel leitete Steven Just mit drei Toren zum 26:16 (49.) ein. Bei dieser sicheren Führung entschied sich Trainer Dr. Bodo Kreutzmann, Lukas Alter und Tom Lüders ins Spiel zu integrieren. Letzterer erzielte in der 58. Minute den 30. Treffer für die Hausherren. Das mental und spielerisch überlegene Team, das eine offensive und aggressive Deckungsvariante präsentierte, fügte seinem Konto zwei Pluspunkte zu, die einen gesicherten Mittelplatz zur Folge haben.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonhard Serfas; Lukas Alter, Tom Groll, Jakob Hensen 1, Chris Hoffmann 6, Steven Just 6, Robert Kreller 4, Lukas Krug 4, Martin Lux, Stefan Luther 8/1, Rene Uelsmann, Lüders 1

HSV Apolda: Thomas Poschbeck, Igor Toskoski; Norbert Ban2/1, Benjamin Trautvetter 2, Torsten Dippmann, Sebastian Wenke 3, Igor Ilievski 1, Bojan Mirilo 6/4, Stefan Remke 2, Stefan Langer, Jörg Heinemann 1, Kevin Szep-Kis 3, Nick Heinemann, Slobodan Veselinovic 2/1

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 1/1 - HSV Apolda 9/6

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 7 - HSV Apolda 5

Disqualifikation:

Martin Lux (34.)

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