HG 85 Köthen gegen HC Glauchau-M. (28 : 23)

Aufatmen in der Heinz-Fricke-Halle

von drh.

Die Mannschaft von Svajunas Kairis sendet ein Lebenszeichen an die Liga.

Die Handballer der HG 85 Köthen sind durch den 28:23 (19:11) - Sieg gegen den HC Glauchau-Meerane wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben ihre Fans damit versöhnt. Svajunas Kairis hatte den richtigen Plan auserkoren. Seine Mannschaft setzte dem Gegner viel Leidenschaft entgegen und ließ sich an diesem Abend nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht, als ihr in Halbzeit zwei etliche Würfe misslangen. Letztlich behauptete sich der Gastgeber in einer fairen Partie, weil er die bessere Abwehr stellte und in Halbzeit eins im Angriff geduldig auf seine Chance wartete und diesmal, weitaus häufiger als in den Spielen zuvor, nutzte. Zudem hatten die Köthener einen prächtig aufgelegten Torhüter Chris Panhans in ihren Reihen, der bis auf zwei 7m, die gesamte Spielzeit das Köthener Tor hütete. Die Bachstädter hatten die Partie in der ersten Halbzeit klar dominiert und führten in der 31. Minute so¬gar mit neun Toren. Doch danach durchlebten die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle, das seinen Tiefpunkt in der 48. Minute hatte, als sich der Abstand zum Gegner auf nur noch zwei Tore (23:21) reduzierte. Weil aber danach den Gästen nur noch ein Treffer, dem Gastgeber aber fünf gelangen, war die Gefahr einer Niederlage gebannt.

Nach einer ausgeglichenen Startphase bekamen die Köthener den Glauchauer Rückraum immer besser in den Griff. Von 2:3 zog der Gastgeber auf 6:3 (10.) davon. Dabei gelang es den Gästen nicht, das giftige Kreisläuferspiel bei den Hausherren zu eliminieren. Rene Uelsmann steuerte bis zur 12. Minute (8:5) allein drei Tore bei. Die Köthener bewegten sich ohne Ball schnell, fanden immer wieder eine Lücke in der löchrigen HC-Abwehr. Dank dreier Treffer in Folge fanden die Gäste aber zurück ins Spiel und glichen zum 8:8 (17.) aus. Nach dem 11:10 (20.) starteten die Köthener einen 7:0-Lauf und brachten damit den HC völlig aus dem Konzept. Beeindruckend dabei waren der Sololauf des gesundheitlich angeschlagenen Mannschaftskapitäns Martin Lux (Erkältung), der Heber von Robert Kreller zum 13:10-Zwischenstand, die zwei Kracher von Tobias Bauske und der parierte Strafwurf von Keeper Lukas Postler. Dazu kam, dass die Köthener Abwehr den Rückraum des HC gut unter Kontrolle hatte. Der Neumann-Sieben schwante beim 19:11-Pausenstand nichts Gutes.

Den ersten Treffer nach Wiederbeginn markierte Lukas Krug zum höchsten Zwischenstand der Partie (20:11). Beim 22:15 (38.) lief alles noch nach Plan. Doch plötzlich waren die Köthener von der Rolle. Im Angriff gelang sieben Minuten lang gar nichts mehr. Offensivfehler bremsten das Köthener Spiel, was zur Folge hatte, dass die Gäste bis zur 48. Minute (23:21) den Vorsprung der Hausherren bedrohlich abknabberten. Sie kamen vor allem über die rechte Rückraumposition (Felix Kempe) und rechts außen (Tobias Feig) zum erfolgreichen Abschluss.

Doch dann drehte der Gastgeber noch einmal auf. Stefan Luthers zwei Kontertore und ein weiterer sicher verwandelter Strafwurf, ein sehenswerter Treffer von Mittelmann Tom Groll zum 25:21 (51.) sowie ein Geschoss von Lukas Krug sorgten dafür, dass die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen imstande waren. Beim 26:23 (56.) war ihre Gegenwehr endgültig erloschen. Der Gastgeber be¬hielt die Übersicht und gewann schließlich verdient. Die letzte Spielminute lief noch, als sich die ersten Akteure auf der HG 85-Bank bereits glücklich in die Arme fielen.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Chris Panhans, Lukas Postler; Robert Kreller 1, Martin Lux 1, Tom Lüders, Tobias Bauske 3, Stefan Luther 8/4, Rene Uelsmann 5, Tom Groll 4, Christian Schöne, Lukas Krug 6, Julian Schilling

Ludek Kylisek, Stefan Schwinger: Sebastian Poppitz, Markus Elschker 3, Tobias Feig 3/2, Christian Staude 1, Oliver Pflug, Felix Kempe 6/2, Alexander Pfeil, Rostislav Bruna 3, Michel Jentsch 1, David Kylisek 3, Lars Lindner 3

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 4/4 - HC Glauchau/M. 5/4

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 2 - HC Glauchau/M. 1

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