HSG Freiberg gegen HG 85 Köthen (26 : 28)

Erster Sieg in der Fremde ermöglicht Platz 3 in der Tabelle

von drh

Die HG 85 Köthen hat am Samstagabend bei der HSG Freiberg in einer kampfbetonten und von vielen Zeitstrafen gekennzeichneten Auseinandersetzung 28:26 (11:13) verdient zwei Punkte gewonnen.

Die Freiberger gestatteten den Bachstädtern über die gesamte Distanz die Hoffnung auf eine Überraschung, die den Gästen auch eindrucksvoll gelang. Dabei meisterten sie diesmal vor allem ihre vielen Unterzahlsituationen bravourös und gewährten eigentlich nur Nico Werner (9/1) und Domenik Gelnar (7) ihre Torgefahr zu präsentieren. Vor allem in den letzten zehn Minuten des Spiels lief die Kairis-Sieben mit ihrer angekündigten Siegermentalität zu großer Form auf und begeisterte, angetrieben vom Mannschaftskapitän Martin Lux die mitgereisten Fans. Stefan Luther (9), Lukas Krug (6) und Martin Lux (5) waren in der Mannschaft des Siegers die erfolgreichsten Werfer. Als starke Waffe erwies sich bei den Gästen der Tempogegenstoß. Torhüter Christian Kanzler wies erneut seine gegenwärtig prächtige Form nach, steigerte sich in Halbzeit zwei nachhaltig und parierte dabei zwei Strafwürfe, die Freibergs bestem Werfer Nico Werner nicht zum Erfolgserlebnis verhalfen. Im gesamten Spiel geriet die äußerst diszipliniert in der Abwehr agierende HG 85 kaum in größere Schwierigkeiten und ließ dabei dem Gegner maximal nur zwei Treffer Vorsprung gewähren.

Die Gastgeber führten in der Anfangsphase durch Treffer von Eric Neumann und Dominik Gelnar 2:0 (4.), doch drei Minuten später gingen die Gäste erstmals in Führung (2:3), die auch nach sechszehn Minuten noch in ihren Händen war. Die Spielstände blieben bis zum Halbzeitpfiff (13:11) weiter eng. Die kompromisslose Abwehrarbeit der Köthener hatte zur Folge, dass die Unparteiischen bereits drei Gelbe Karten und drei Zeitstrafen auf das Konto der Gäste überwiesen. Die Freiberger kassierten viermal den Gelben Karton und mussten Marko Cingel und Björn Richter, die auf der Strafbank saßen, verkraften.

Nach der Pause zogen die Bachstädter das Tempo an, blieben bei den kämpferischen Aktivitäten auf hohem Niveau und rissen so immer mehr die spielerische Hoheit an sich. Gleich mit dem Anpfiff begann sich die Köthener Offensive zu konsolidieren und fand so die Mittel, den Abwehrverbund der HSG immer wieder zu durchbrechen. Vor allem Stefan Luther und Lukas Krug zeigten ihre Torjägerqualitäten. Da half auch nicht die Auszeit, die Trainer Jiri Tancos beim Stand von 14:15 (37.) nahm. Sein Team ließ zu, dass sogar während der Zeitstrafe gegen Martin Lux, Stefan Luther und Lukas Krug die 14:17-Führung erzielten. Und auch der zweite Versuch der Nachjustierung der HSG blieb erfolglos. In der 43. Minute führten die Köthener 18:15. Und weil Torhüter Christian Kanzler seinen 7m-Killer-Instinkt gleich zweimal gegen Nico Werner (46. und 50. Minute) nachwies und Marko Cingel nach einem rüden Foul an Martin Lux den Blauen Karton sah, bahnte sich die Entscheidung an. Ein Fünferpack durch Steven Just (2), Tom Groll, Lukas Krug und Stefan Luther zum 21:25 / 55. Minute nahm offenkundig der HSG die letzte Hoffnung auf einen Erfolg. Jetzt standen für die Gäste die Zeichen auf Sieg. Martin Lux erzielte in der 59. Minute die höchste Führung im Spiel (23:28), die die Gäste durch drei Treffer noch reduzierten und das Endergebnis etwas freundlicher aussehen lassen. Auffallend dabei, dass die Freiberger in den letzten fünfzehn Minuten eigentlich nur noch durch Nico Werner am Leben gehalten wurden.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller 1, Martin Lux 5, Tom Lüders, Jannes Hesse, Stefan Luther 9, Rene Uelsmann 1, Tom Groll 2, Chris Hoffmann, Lukas Krug 5, Lukas Alter, Steven Just 4/1, Bojan Mirilo 1

HSG Freiberg: Keisuke Inamato Tino Hensel; Carl Werner, Felix Lehmann 2, Martin Schettler 2, Eric Neumann 2, Björn Richter 2, Alvaro Rajic, Dominik Gelnar 7, Marko Cingel 1, Jens Tieken 1, Nico Werner 9/1, Jan Mojzis

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 2/1- HSG Freiberg 3/1

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 10 - HSG Freiberg 5 (Blaue Karte: M. Cingel / 51.)

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