SV Plauen-Oberlosa gegen HG 85 Köthen (19 : 19)

Dem Sieg nach einem 5-Tore-Rückstand greifbar nahe

von drh

Erste Punkteteilung der Saison

Die Art und Weise wie die Bachstädter bei der SV Plauen-Oberlosa am Samstagabend eine drohende Niederlage abwendeten, verdient höchsten Respekt. Am Ende eines intensiv geführten Punktspiels, das 19:19 (11:9) endete, fuhr der Tabellenzweite mit einem wichtigen Punkt im Gepäck wieder nach Hause. Die torarme Begegnung prägten diesmal die Abwehrreihen.

Ähnlich der Partie beim Tabellenführer SG LVB Leipzig brachte der Tabellenzweite das Kunststück fertig, in der letzten Viertelstunde des Spiels einen 12:17-Rückstand zu egalisieren und die Partie fast noch zu gewinnen, wenn er zwei Strafwürfe bei dieser Aufholjagd nicht ungenutzt gelassen hätte.

Rechtsaußen Steven Just kam am Ende einer aufopferungsvollen Leistung zu einer insgesamt positiven Erkenntnis: „Unsere Abwehr, inklusive Christian Kanzler, der das gehalten hat, was er halten muss, stand in der fast ausverkauften Kurt-Helbig-Halle gut, aber im Angriff haben wir unsere Chancen nicht reingemacht. Da waren Pfostenpech und zwei nicht verwandelte 7m dabei. Schon in den ersten Minuten war zu erkennen, dass Plauen diesmal eine harte Klinge schlägt, was die Schiedsrichter in der 17. Minute mit der Roten Karte gegen den Kreisläufer Kolomaznik ahndeten. Am Ende unserer kämpferisch starken Leistung haben wir in der letzten Viertelstunde letztlich einen Punkt verschenkt.“

Die Köthener legten mit Übersicht und Ballsicherheit einen Start nach Maß hin, was dazu führte, dass der Gastgeber in der 5. Minute 0:2 im Rückstand lag. Der Tabellenzweite fand dabei Lösungen auf der linken Rückraumposition (Lukas Krug) und vom rechten Flügel (Steven Just). Der Gastgeber brauchte sechs Minuten, um durch Andreas Weikert das erste Tor zu erzielen. Der 6:4-Zwischenstand, wiederum durch Weikert erzielt, veranlasste Trainer Svajunas Kairis zur ersten Auszeit, die in der Folge sein Team mit der neuen Strategie zum 7:7 (20.) nutzte. Zwischenzeitlich hatte Jakub Kolomaznik unseren Mannschaftskapitän Martin Lux so gefoult, dass den Schiedsrichtern Göhring/ Neumann keine andere Wahl als die Rote Karte blieb. Dieser Platzverweis blieb für den Gastgeber ohne Folgen, denn zur Halbzeit führte er 11:9. Bei den Gästen waren einige unerklärliche Ballverluste zu beklagen, die der Kontrahent mit leichten Treffern per Tempogegenstoß bestrafte. Dennoch konnten die Bachstädter bei nur zwei Toren im Rückstand liegend auf Zählbares noch hoffen.

In Halbzeit zwei markierte Chris Hoffmann nach einer vierminütigen Tor-Wurf-Pause beider Teams das 11:9. Nach dem 12:11 (35.) durch Bojan Mirilo gelang den Gästen acht Minuten lang kein Treffer mehr, was zur Folge hatte, dass die Hausherren in der 42. Minute 16:11 in Führung lagen. Doch mit Glück und Geschick wusste die HG 85 zu verhindern, dass diese Spielentwicklung ihren Fortgang nahm. Mit einem kraftvollen Zwischenspurt zwischen der 46. und 57. Minute verwandelten die Bachstädter einen 12:17-Rückstand in eine 19:18-Führung. Dabei ließen sie zwei Strafwürfe noch ungenutzt. Der Gastgeber war von diesem Aufbegehren des Tabellenzweiten, dass Stefan Luther (3), Lukas Krug (2) und Chris Hoffmann (2) initiierten, beeindruckt. Die SV-Angreifer kamen schlichtweg mit der Köthener Deckung nicht mehr klar, fanden keine Lücken und zogen die Angriffe so in die Länge, was mehrfaches Zeitspiel und somit Notzwänge nach sich zog. Dass dem Gastgeber im letzten Viertel des Spiels nur noch zwei Tore durch den Neuzugang Marcus Peschke (SG Kühnau) gelangen, dokumentiert diesen Qualitätsverlust. Leider verletzte sich in der 58. Minute Sebastian Duschek so stark am Fuß, dass eine 16-minütige Unterbrechung zwei Minuten vor Schluss notwendig war, um den Verletzten im Krankenhaus medizinisch versorgen zu lassen. Gute Besserung!

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller, Martin Lux 1, Tom Lüders, Jannes Hesse, Stefan Luther 3/1, Rene Uelsmann 1, Tom Groll, Chris Hoffmann 3, Lukas Krug 8/5, Lukas Alter, Steven Just 2, Bojan Mirilo 1

SV Plauen-Oberlosa: Erik Petzold, Carsten Klaus, Friedrich Kleinert 1, Torsten Wetzel, Andreas Weikert 3, Marcus Peschke 5/5, Linus Roth 1, Philip Trommer-Ernst 2, Denny Mertig, Paul Richter 3, Sebastian Duschek 3, Louis Hertel 1, Jakub Kolomaznik, Lukas Lesak Zeitstrafen: HG 85 Köthen 3 - SV Plauen-Oberlosa 5

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 8/6 - SV Plauen-Oberlosa 4/4

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 3 - SV Plauen-Oberlosa 5

Disqualifikation:

J. Kolomaznik (17.)

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