HG 85 Köthen gegen HC Aschersleben (28 : 26)

HG 85 Köthen macht Negativserie gegen den HC Aschersleben mit einer ordentlichen Leistung vergessen

von drh

Die Riesensehnsucht nach einem Sieg ist in Erfüllung gegangen

Auch der HC Aschersleben konnte die Heimsiegserie der HG 85 Köthen nicht unterbrechen. Die Oberliga-Handballer der HG 85 haben nach 10 Jahren endlich wieder gegen den HC Aschersleben als Gewinner die Spielfläche verlassen und ihre makellose Heimserie (12:0 Punkte) in dieser Spielzeit vergoldet. Spielfreudig, kämpferisch, mit einer stabilen Abwehr und einem erneut überragenden Christian Kanzler im Tor warfen die Hausherren in diesem Derby alles in die Waagschale und besiegten somit am Samstagabend den HC Aschersleben mit 28:26 (14:12). Mit diesem Erfolg festigte die Kairis-Sieben den zweiten Tabellenplatz. Es war der neunte Auftritt in Folge ohne Niederlage.

„Dieses Derby war bis zur letzten Minute spannend. Ich bin trotz der Niederlage mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, weil wir gut mitgespielt haben“ bilanzierte Trainer Dmitri Fillipov in der Pressekonferenz. Bei der Suche nach den Gründen der Niederlage benannte er die drei Zeitstrafen gegen Alexander Weber, der in seinem Abwehrkonzept eine wichtige Rolle spielt, dennoch gratulierte er dem Sieger zum Zwei-Punkte-Gewinn.

Stefan Luther, der vier wunderschöne Tore zu diesem Erfolg beisteuerte, zog erwartungsgemäß eine positive Bilanz zu diesem Derby: „Diesen Sieg hat sich vor dem Spiel unser Mannschaftskapitän Martin Lux gewünscht und man hat gesehen, dass wir den Erfolg unbedingt wollten, wenngleich wir in der zweiten Halbzeit nicht die beste Leistung gebracht haben. Es war das erwartete Kampfspiel, was ein Derby ausmacht. Der Sieg geht verdient zu uns nach Hause, weil wir eine geschlossene Mannschaftsleistung abgeliefert haben.“

Erwartungsgemäß war die Anspannung in diesem Derby angesichts der wenig ruhmreichen Vorgeschichte (zehn Jahre ohne Sieg) in der Heinz-Fricke-Halle spürbar. Aber schon in den ersten Minuten des Spiels sah man, dass diesmal der HC Aschersleben den Gastgeber mit seinem Auftritt nicht so leicht aus dem Favoritensessel stürzen konnte. Die favorisierten Gastgeber fanden zwar mit konzentrierten Aktionen gut in die Partie (2:0/3.), doch nach dem 5:2 (10.) schlichen sich Unachtsamkeiten ein, die die Gäste zu nutzen wussten. Gästetrainer Dmitri Filippov nahm zuvor die erste Auszeit beim Stand von 8:5 (17.) - und was immer er seinen Schützlingen mit auf den Weg gab, es kann nicht ganz falsch gewesen sein. Denn in der 19. Minute waren beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe (8:8), was andererseits Trainer Svajunas Kairis zu einer Auszeit veranlasste, weil aus dem rechten Rückraum, wo Bojan Mirilo agierte, wenig Esprit, Druck und Mut in den Aktionen vorlag. Mehr Qualität ins Spielgeschehen floss ein, als Martin Lux auf dieser Position spielte. In der Folge lud der HC Stefan Luther ein, einen Tempogegenstoß erfolgreich zur erneuten Führung (9:8) abzuschließen. Seine Mitspieler Lukas Krug (2) und Steven Just (3/1) schafften es, den Vorsprung auf drei Treffer auszubauen. Zum Abschluss der ersten dreißig Minuten rückte Alexander Weber in den Focus als ihn die Referees mit der 3. Zeitstrafe zum Zuschauen degradierten.

Die Hausherren agierten in den ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte in der Defensive weiter solide. Gegen sie wusste der HC zunächst keine Gefährlichkeit zu entfachen, was zum 17:13-Zwischenstand führte. Doch die Gäste gaben sich nicht auf und forcierten noch einmal ihre Kräfte und lagen sogar in der 47. Minute mit einem Tor (20:21) in Führung. Den Gedanken, dass der Gastgeber erneut nicht gegen den HC Aschersleben gewinnen könne, zerstreute Steven Just mit seinem Treffer zum 21:21-Ausgleich, der zugleich sein 400. Treffer für die Farben seines Vereins war. Im anschließenden Statement bekundete er, dass ihm dieser Treffer relativ viel bedeutet: „Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass mir vor diesem Spiel noch fünf Tore fehlen, um dieses Jubiläum heute zu markieren und das ist mir vor dem eigenen Publikum auch gelungen, worüber ich mich freue.“

Danach schritt der Gastgeber dank besserer Individualleistungen in die Erfolgsspur, die er bis zum Spielende nicht mehr verließ. Der Treffer von Tom Groll zum 26:24 (58.) war zugleich sein 100. Tor für seine Farben. Chris Hoffmann mit einem Gewaltwurf und Lukas Krug per Strafwurf sicherten die zwei wertvollen Punkte.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Lukas Postler; Robert Kreller, Martin Lux 3, Tom Lüders 1, Stefan Luther 4, Rene Uelsmann, Tom Groll 3, Chris Hoffmann 4, Lukas Krug 7/2, Bojan Mirilo 1, Lukas Alter, Steven Just 5/1

HC Aschersleben: Mantas Gudonis, Carsten Kommoß 9/4, Pit Seifert 2, Sascha Berends 3, Martin Wartmann 2, Andrej Filippov 1, Clemens Grafenhorst 4, Nicolas Berends 4, Alexander Weber, Frank Seifert 2, Florian Nupnau

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 4/3 - HC Aschersleben 4/4

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 4 - HC Aschersleben 5

Disqualifikation:

Alexander Weber (30.)

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