HG 85 Köthen gegen HSG Freiberg (33 : 30)

1. Männer wieder in der Erfolgsspur

von drh

Die HG 85 Köthen hat ihren positiven Heimnimbus aufrechterhalten und auch ihr 9. Heimspiel nicht verloren. Sie wusste sich gegen die HSG Freiberg nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit deutlich zu steigern, verschenkte aber in den letzten zehn Minuten des äußerst fairen Spiels eine 11-Tore-Führung.

Tom Lüders, der mit vier Toren eine persönliche Saisonbestleistung bot, betrachtete das Spiel nach 60 Minuten so: „Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler produziert und die Chancenverwertung war auch nicht optimal. Doch dann sind wir mit mehr Leidenschaft aus der Kabine gekommen und haben uns eine deutliche Führung erarbeitet. Doch in den letzten zehn Minuten haben wir den Gegner zur Aufholjagd eingeladen. Positiv war, dass jeder seine Spielanteile hatte. Trotzdem ist der Verlust einer so deutlichen Führung für mich doch enttäuschend.“

Gästetrainer Jiri Tancos überraschte den Gastgeber mit der taktischen Variante, sieben Feldspieler aufzubieten. Schon in der 4. Minute landete der Ball von Torhüter Christian Kanzler, der mit 18 Paraden eine vorzügliche Leistung ablieferte, im verwaisten Tor der Freiberger zum 1:2. Die gleiche Gelegenheit nutzte Rene Uelsmann in der 9. Minute zum 6:5. Doch von diesem Rückstand ließ sich die HSG nicht beeindrucken, sondern übernahm die Führung durch einen Dreierpack zum 7:8 (12.). Dieses Zwischenresultat veranlasste Trainer Svajunas Kairis zu der ersten Auszeit, weil seine Akteure zu viele technische Fehler machten und damit die HSG bevorteilte. Auch nach 26 Minuten führten die Freiberger immer noch (11:12). Ein Tor von Lukas Alter und ein Treffer von Steven Just markierten die knappe 13:12-Halbzeitführung.

In der Startphase zur 2. Halbzeit hatten die Gäste noch Mühe, sich zu sortieren. Der Gastgeber, jetzt mit Chris Hoffmann am Kreis, nutzte das mit seinen wieselflinken Außen Stefan Luther und Steven Just sowie Tom Groll im Rückraum zur 17:12-Führung (36.). Dazu kam, dass der Innenblock der Köthener so gut justiert war, dass es für die Gäste kaum noch ein Durchkommen gab. In der 40. Minute leuchtete eine 21:14-Führung auf der Anzeigetafel, weil Chris Hoffmann und Stefan Luther Abstimmungsschwierigkeiten in der HSG-Deckung schonungslos mit Toren bestraften. Auch in der Folge schickte der Gastgeber die Gäste entweder in die Verlegenheit des drohenden Zeitspiels oder generierte aus einfachen Ballgewinnen sein Tempospiel. Zehn Minuten vor Schluss hatte sich der Tabellenzweite eine 11-Tore-Führung (29:18) erarbeitet. Mit dem Personalwechsel in den Reihen des Gastgebers wurde die Defensive zu löchrig, der Angriff zu fahrig und das Gefahrenpotenzial geschwächt. Dieses Manko wussten die aufopferungsvoll spielenden Gäste zwar zur Aufholjagd zu nutzen, zum Punktgewinn reichte es am Ende nicht.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler 1, Chris Panhans; Robert Kreller 1, Martin Lux 3, Tom Lüders 4, Jannes Hesse 1, Stefan Luther 8/1, Rene Uelsmann 2, Tom Groll 1, Chris Hoffmann 5, Lukas Alter 1, Steven Just 5/1

HSG Freiberg: Keisuke Inamato, Tino Hensel; Carl Werner 2, Felix Lehmann 2, Martin Schettler 4, Eric Neumann 7, Björn Richter 8/2, Alvaro Rajic, Dominik Gelnar 4, Jens Tieken 3, Jan Mojzis

Siebenmeter:

HG 85 Köthen 3/2 - HSG Freiberg 3/2

Zeitstrafen:

HG 85 Köthen 2 - HSG Freiberg 1

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