HC Aschersleben gegen HG 85 Köthen (33 : 31)

Die HG 85 Köthen kann beim HC Aschersleben einfach nicht gewinnen

von drh

Die HG 85 Köthen hat am Sonntag erneut nicht den Nachweis erbracht, dass sie den HC Aschersleben in dessen Spielstätte besiegen kann. Ohne Rene Uelsmann und Tom Lüders (beide verletzt) musste sie nach einer hoffnungsvollen 16:14-Halbzeitführung am Ende dem Gastgeber letztlich beide Punkte überlassen.

Mit Lukas Krug drückte ein Akteur der Begegnung, die 33:31 endete, seinen Stempel auf. Er warf allein 11/2 Tore. Neben ihm beeindruckte auch Chris Hoffmann, der mit 9 Treffern seinen persönlichen Saisonrekord wiederholte. Jannes Hesse, dem Trainer Svajunas Kairis deutlich mehr Einsatzzeiten als bisher gab, deutete mit 3 Treffern (bester Saisonwert) sein Potenzial an. Doch diese Leistungen allein reichten nicht, um über die volle Distanz die Oberhand zu behalten, weil von beiden Flügeln und der Rückraummitte kaum Torgefahr produziert wurde und ab der 40. Minute sichtlich der Akku bei einigen Spielern des noch Tabellenzweiten leer war. Blieb Clemens Grafenhorst im ersten Durchgang ohne Torerfolg, so entschied er mit 3 Toren und Nicolas Berends (1) zwischen der 42. und 45. Minute die Partie mit einem 4-Tore-Vorsprung, der reichte, um den Tabellenzweiten zu besiegen und gleichzeitig den Nachweis anzutreten, dass beide im kommenden Spieljahr in der 3. Liga mit dem SV Anhalt Bernburg noch größere sportliche Herausforderungen suchen. Hinzu kam, dass sich Torhüter Mantas Gudonis, der im ersten Durchgang noch nicht zu überzeugen wusste, sich ebenso deutlich steigerte und den Gästeangreifern mehrfach das Nachsehen gab.

In der ersten Halbzeit waren in den Reihen der Gäste eine gesunde Mischung aus Leidenschaft und Verstand die Zutaten für ein ansehnliches Handballspiel, das die beiden Schiedsrichter Felix Pusch und Stefan Weiße (Radebeul) mit Übersicht und Sachlichkeit leiteten. Vier Tore von Lukas Krug und ein Treffer von Jannes Hesse reichten den Bachstädtern, um in der 7. Minute 5:3 zu führen. Nachdem Stefan Luther an Torwart Mantas Gudonis mit einem Strafwurf scheiterte (10.), marschierte der HC durch Pit Seifert erstmalig nach vorn. In der 24. Minute markierte Lukas Alter den 3-Tore-Vorsprung (13:10), den Carsten Kommoß und Pit Seifert in Überzahl (Chris Hoffmann saß eine 2-Minuten-Strafe ab) wieder egalisierten. In den letzten zwei Minuten der ersten Hälfte beförderten Lukas Krug und Chris Hoffmann das Leder ins HC-Tor zum 14:16-Halbzeitstand.

Die zweite Spielhälfte fand ihren erfolgreichen Spielverauf durch je einen Treffer von Jannes Hesse und Chris Hoffmann zur 3-Tore-Führung (15:18) und dass, obwohl Martin Lux auf der Strafbank saß. Doch dann entschied sich Trainer Dmitri Fillipov zu einer taktischen Maßnahme, die dem Spiel eine Wende gab. Carsten Kommoß erhielt den Auftrag, den erfolgreichsten Werfer Lukas Krug in Manndeckung zu nehmen, was zur sichtbaren Abschwächung des Gefahrenpotenzials in den Reihen der Gäste führte und den Weg für den späteren Sieg freimachte. Die Gäste fanden gegen diesen taktischen Spielzug kein probates Mittel. Ihnen fehlte es einfach an Fantasie und auch die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Auch der Wechsel von Chris Panhans für Christian Kanzler und Lukas Alter für den an diesem Nachmittag glücklosen Stefan Luther brachte keine Wende. Die Schützen des HC waren einfach präziser, durchsetzungsfähiger und somit erfolgreicher. Sie agierten bei weitem nicht so fehlerhaft wie die Gäste und zeigten sich besonders im Abschluss konzentrierter. Svajunas Kairis erkannte beim 30:25 (54.) die Aussichtslosigkeit, dem Spiel noch eine Wende zu geben und versuchte mit der dritten Auszeit noch einmal alle Kräfte seiner Spieler zu mobilisieren. Doch seine Worte verfehlten ihre Wirkung, weil die Abwehr der Bachstädter nichts mehr zuzusetzen hatte und die Angreifer der Verzweiflung nahestanden, denn Mantas Gudonis parierte einen zweiten Strafwurf und die Uhr lief letztlich gegen die Gäste, die zwar über die volle Distanz kämpferische Qualitäten in das Derby einbrachten, die aber allein nicht reichten. Lukas Krug war es vorbehalten, den letzten Treffer zum 33:31-Endstand zu erzielen.

Aufstellung:

HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Chris Panhans; Robert Kreller, Martin Lux 2, Jannes Hesse 3, Stefan Luther 1, Tom Groll 1, Chris Hoffmann 9, Lukas Krug 11/2, Lukas Alter 2, Steven Just 2

HC Aschersleben: Mantas Gudonis; Carsten Kommoß 5, Pit Seifert 8/2, Sascha Berends, Martin Wartmann, Andrej Filippov, Clemens Grafenhorst 7, Nicolas Berends 5, Alexander Weber 4, Florian Nupnau 1, Frank Seifert 1, Jens Schmidt 2

Siebenmeter:

HC Aschersleben 2/2 - HG 85 Köthen 4/2

Zeitstrafen:

HC Aschersleben 3 - HG 85 Köthen 5

Disqualifikation:

Pit Seifert (60.)

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