Auf eigene Stärken konzentrieren

von drh

Am Samstagabend absolviert die HG 85 Köthen in der Heinz-Fricke-Halle gegen die HSG Freiberg ihr vorletztes Heimspiel der Saison. Die Unparteiischen Daniel Bierhals und Benet Priesing (SC Magdeburg) pfeifen das zehnte Aufeinandertreffen beider Mannschaften um 19.00 Uhr an. Die HG 85 Köthen ist aus statistischer Sicht klarer Favorit, gewann sie doch bei den bisherigen Duellen acht Mal und verlor nur eine Partie, das war in der Spielzeit 2011/12.

Lagen die Ergebnisse der Gäste in der Hinrunde mit acht Niederlagen, davon vier auswärts, noch unter den Saisonerwartungen, so hat sich das Bild in der Rückrunde deutlich zum Positiven geändert. Trainer Anel Mahmutefendic brauchte eine halbe Saison, um nach den Abgängen von fünf Spielern den Umbruch zu vollziehen. Das ihm dies gelungen ist, zeigen die Ergebnisse der Rückrunde: 7 Siege, 2 Unentschieden und nur 2 Niederlagen kennzeichnen den Aufwärtstrend der Freiberger. Nur dem SV Plauen-Oberlosa gelang es, der HSG zu Hause die Laune zu verderben (23:30) und der HC Aschersleben schickte die Freiberger mit einer Niederlage (24:27) nach Hause. Den in der Abstiegszone sich befindenden Teams HSV Apolda (24:28), SV RW Staßfurt (20:25) und SV Hermsdorf (25:35) gelang es nicht, gegen die Freiberger doppelt zu punkten. Und auch der Tabellenzweite HC Burgenland (31:31) schaffte es nicht, vor heimischer Kulisse die Freiberger zu bezwingen. Sammelten die Gäste in der Hinrunde nur 10:18 Punkte, waren es in der Rückrunde 16:6.

Insgesamt 26:24 Punkte reichen zu Platz 7 der Tabelle und bei noch drei ausstehenden Verpflichtungen gegen die HG 85 Köthen (A), den HSV Bad Blankenburg (A) und HC Glauchau/M. (H) zum Klassenerhalt. Den hat zwar auch die HG 85 Köthen vorzeitig gesichert, aber ihr Anspruch war es, einen Medaillenplatz zu erreichen. Der ist durch die Niederlage beim HSV Bad Blankenburg vakant geworden, denn die Mitbewerber HC Aschersleben, SV Plauen-Oberlosa und der USV Halle sind den Köthenern dicht auf den Fersen.

Nach der Niederlage gegen Blankenburg wird Trainer Svajunas Kairis die Schwachstellen seiner Mannschaft schnell erkannt und den Blick nach vorn gerichtet haben. So ist in der eigenen Spielstätte zu erwarten, dass seine Sieben ihr vorhandenes Kampf- und Spielpotenzial, wieder mit Stefan Luther, über die volle Distanz abrufen wird und so die Freiberger tüchtig ins Schwitzen gebracht werden.

Im letzten Heimspiel hat Keeper Chris Panhans gezeigt, dass er in der Lage ist, der Abwehrformation Sicherheit zu geben. Sollte es ihm diesmal nicht gleich gelingen, steht mit Christian Kanzler ein ebenso zuverlässiger Torhüter zur Verfügung. Können von der Köthener Abwehr Bälle gesichert werden, geht es reflexartig in den Gegenstoß, wo konterstarke Speerspitzen wie Stefan Luther und Robert Kreller bzw. Christian Schöne warten. Funktioniert es nicht, sogenannte “einfache Tore” per Gegenstoß zu erzielen, wird es auf die anderen Mitspieler ankommen, den Spielaufbau zu organisieren und die Freiberger Deckung in Bewegung zu bringen. Eröffnen sich Möglichkeiten, Bälle durchzustecken, lauert mit Rene Uelsmann ein durchsetzungsstarker Kreisläufer auf seine Torchance.

Die vorletzte Herausforderung vor heimischer Kulisse ist bei der gewachsenen Leistungsstärke des Gegners, den die HG 85 im Hinspiel 24:23 besiegt hat, keine einfache, dessen sind sich alle Spieler bewusst. So werden sie voll konzentriert zu Werke gehen und mit ihrer kompromisslosen Abwehrarbeit schnell und Zugriff finden müssen. Welche Mittel zum Einsatz kommen sollen, hat Trainer Svajunas Kairis aus seiner Videoanalyse vom Gegner abgeleitet und seiner Mannschaft in dieser Woche vermittelt. Wenn die erkannten Mängel bei den Gästen auftreten, muss seine Mannschaft da sein, um sie zu ihrem Vorteil auszunutzen.

Die erfolgreichsten Spieler der Gäste sind Rechtsaußen Nico Werner (130/45 Tore), Martin Schettler auf der Königsposition (87) und Linksaußen Kevin Elsässer (87/28).

Stefan Luther und Chris Panhans bestreiteten ihr 50. Punktspiel für die HG 85 Köthen.

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