HG 85 Köthen absolviert gegen den SV Oebisfelde ihr letztes Heimspiel der Saison

von drh

Am Samstag reist der Tabellenzwölfte SV Oebisfelde zum vorletzten Spiel in der Handballsaison 2018/19 in Köthen an. Ob es die letzte Vorstellung der Gäste in der Bachstadt sein wird, bleibt abzuwarten. Die Aussichten auf den weiteren Spielbetrieb der Meinel-Truppe in der vierthöchsten Liga Deutschlands sind nicht rosig. Die bisher 16 erspielten Punkte reichen nicht, um in dieser Liga zu bleiben. Zwar sind noch theoretische Chancen vorhanden, aber die drei anderen Abstiegskandidaten haben bei noch zwei ausstehenden Spielen zwei bzw. drei Punkte mehr auf ihrem Konto. „Wir machen uns keine Illusionen mehr“, analysiert Andreas Kalupke die prekäre Lage seines Teams.

Motivationsgespräche müssen beide Trainer nicht tiefgründig mit ihren Spielern führen, denn es geht bei den Gästen ums Überleben und bei den Gastgebern um die Wiedergutmachung der schmerzlichen Hinspielniederlage (26:21), die geradezu zur Revanche auffordert. „Wir haben als Mannschaft noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Was mich persönlich betrifft, brenne ich natürlich auf das Rückspiel, da ich in der Hinrunde durch eine in meinen Augen sehr streitbare Entscheidung nach sieben Minuten nicht mehr mitwirken konnte“, äußert sich Torwart Christian Kanzler im Vorfeld des Spiels.

Der Gastgeber hat seit dem 19. Spieltag einen erfolgreichen Lauf. Sechs Spiele in Folge wurden nicht verloren. 10:2 Punkte sind der Lohn. Platz 5 in der Tabelle ist bei einem Sieg gegen die Oebisfelder gesichert und schafft bei einer gleichzeitigen Niederlage des HC Burgenland bei der SV Plauen-Oberlosa die Option, noch Vierter zu werden, vorausgesetzt, die HG 85 gewinnt das letzte Spiel in Naumburg.

Die Oebisfelder stehen seit dem 20. Spieltag auf einen Abstiegsplatz. In der Rückrunde gewannen sie von 22 möglichen Punkten lediglich 4 Zähler. Die aktuellen Absteiger HC Plauen und der Z HC Grubenlampe waren die Verlierer.

Die Gesamtbilanz des Gastgebers gegen den Abstiegsaspiranten ist positiv: Neun Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen stehen zu Buche. Im Blick auf die aktuelle Offensivleistung hat der Tabellenfünfte klare Vorteile. Er hat 95 Tore mehr erzielt, in den letzten sechs Spielen im Durchschnitt 30 Tore. Das Erzielen von Treffern zählt nicht zu den Stärken des Gastes, stellt er doch derzeit den drittschwächsten Angriff der Liga, der in 24 Spielen 572 Tore geworfen hat. Und was auch Hoffnung auf einen Sieg des Gastgebers macht, die Abwehr der Bachstädter hat in den letzten vier Spielen nur 23 Gegentore im Schnitt zugelassen.

Kämpferisch und spielerisch haben die Bachstädter in den vergangenen Wochen gezeigt, was sie draufhaben. Erfreulich auch, das Team hat die Ausdauer, bis zum Schluss das Bestmögliche abzurufen, die gewohnten Mechanismen sowie die letzte Konsequenz in Abwehr und Angriff aufzubieten. Im letzten Heimspiel der Saison gilt es wieder, alles an Leistungsfähigkeit abzurufen und zwei Punkte zu holen. Diesmal gehen die Bachstädter aufgrund der Erfolgsserie mit viel Optimismus in die Begegnung.

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