News vom 08.10.2019 (09:45 Uhr)
Spielbericht Freiberg - HSV Bad Blankenburg
Die Oberliga-Handballer aus Freiberg haben beim 24:28 in Bad Blankenburg stark begonnen und noch stärker nachgelassen. Konsequenzen schließt der Manager aktuell aus.

Bad Blankenburg. Stefan Lange hebt sich nach eigener Aussage ein oder zwei Momente in einer Saison auf, in denen er mal aus der Haut fährt. "Wenn das passiert, ist das eine absolute Ausnahme. Denn das bin ich eigentlich nicht", sagt der sonst stets besonnene und optimistische Manager der HSG Freiberg. Am späten Sonntagnachmittag aber war - und das schon nach dem fünften Saisonspiel - einer dieser Momente gekommen. Nach dem 24:28 (13:12) der HSG in Bad Blankenburg zitierte Lange die Mannschaft in die Kabine und wurde deutlich. "Ich habe den Jungs unter anderem gesagt, dass sich jeder selbst hinterfragen muss, ob er alles für den Erfolg gibt", sagte der Manager. Alle anderen Ansagen sollen intern bleiben. "Es war aber lauter", so der Manager. Hauptgrund für die deutlichen Ansagen war die zweite Halbzeit der Partie bei den ungeschlagenen, aber keinesfalls unschlagbaren Thüringern, die durch den Sieg in diesem Nachholspiel auf Platz 2 der Mitteldeutschen Oberliga rückten. Nicht nur, dass spielerisch bei den Gästen nichts mehr zusammenlief - auch kämpferisch war nichts mehr zu sehen. Bereits nach 45 Minuten hatten die wenigen HSG-Fans, die den weiten Weg auf sich genommen hatten, das Gefühl, dass sich ihr Team mit der Niederlage abgefunden hatte. "Das war zu wenig", befand auch HSG-Co-Trainer Uwe Lange. "Es kann nicht sein, dass wir wieder so eine schlechte zweite Halbzeit spielen, obwohl wir gegen eine ebenbürtige Mannschaft angetreten sind. Wegen dieser Einbrüche stehen wir am Tabellenende." Und zwar mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen.

"Es muss etwas passieren", sagte auch Manager Stefan Lange, der sich aber hinter das neue Trainerteam stellte. Alexander Matschos als Spielertrainer und Uwe Lange an seiner Seite betreuen das Team, das in der vorigen Saison noch Dritter wurde, seit diesem Sommer. "Sie machen einen guten Job", so Lange. "Die Jungs müssen das nun aber auch einmal honorieren." Der Ausfall von Kapitän Eric Neumann dürfe nicht mehr als Ausrede gelten. Auch andere Verletzungen oder Abgänge von Leistungsträgern in der Sommerpause nicht. "Die Mannschaft ist gut genug, um sich da selbst rauszuholen. Und das verlange ich jetzt auch von ihr." Lange betonte, dass die aktuelle Misere kein sportliches Problem sei. "Hier läuft was in den Köpfen einiger Spieler nicht ganz so, wie es laufen müsste", sagte er.

Dass die sportliche Qualität für die Oberliga reicht, zeigten die Freiberger besonders in den ersten Minuten. Hochkonzentriert und taktisch diszipliniert trat die HSG mit einer 5:1-Deckung auf und erspielte sich nach 13 Minuten eine 8:4-Führung. Statt in dieser Phase aber Ruhe ins eigene Spiel zu bringen und auch mal gelungene Abwehraktionen zu feiern, schmissen die Freiberger bei Kontern mehrere lange Bälle in die Hände der Gegner und verunsicherten sich so selbst. Danach verschwanden Körpersprache, Selbstvertrauen und schließlich jedes spielerische Können aus dem Team, sodass die Niederlage am Ende nur durch schon früh jubelnde Gastgeber nicht zum Debakel wurde.

Statistik: HSG Freiberg: Hensel, Renzing, Meinicke (n.e.) - Schettler (5), Meinecke, Kempe (2/2), Richter, Matschos (1), Rabe, Harvan (2), Gelnar (1), Tieken (1), Werner (6), Rom (6)

Strafminuten: HSG 2, HSV 3 min;

Siebenmeter: HSG 3/2, HSV 1/1

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