… sie beim heimstarken HC Einheit Halle durch einen 34:31 (17:14) -Sieg ins Finale des HVSA-Pokals einzieht. Auch ohne Sebastian Loske, Ralf Stojan, Martin Lux, Steffen Cieszynski, Roman Bruchno, Rene Uelsmann und Robert Kreller gelang den Köthenern, die während …
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Bärenstarke Leistung von Patrick Tuchen Drh. Bei der gegenwärtig personellen Lage der HG 85 Köthen konnte man eigentlich nicht davon ausgehen, dass sie beim heimstarken HC Einheit Halle durch einen 34:31 (17:14) -Sieg ins Finale des HVSA-Pokals einzieht. Auch ohne Sebastian Loske, Ralf Stojan, Martin Lux, Steffen Cieszynski, Roman Bruchno, Rene Uelsmann und Robert Kreller gelang den Köthenern, die während der gesamten Spielzeit führten, dieser nicht für möglich gehaltene Erfolg. Gegner der Bachstädter ist im Finale am 7. März 2009 in der Anhalt-Arena Dessau der SV Oebisfelde 1895, der den HC Aschersleben im zweiten Halbfinalspiel 33:29 aus dem Rennen warf. Die Sorgenfalten auf dem Gesicht von Coach Dima Radkevich waren angesichts der dünnen Personaldecke in seinem Team vor Spielbeginn ebenso groß. Er musste neben den bereits am letzten Spieltag fehlenden Rückraumspielern Christian Dreibrodt (Borreliose), Matthias Niestroj (Muskelbündelriss), Christian Kern (Grippe) und Maximilian Haase (Schulterverletzung) weiterhin auf den erkrankten Axel Steinbach verzichten. Das Spiel stand unter der Leitung der Unparteiischen Olaf Kohlschmidt und Michael Falkenthal. Sie hatten mit der insgesamt fairen Partie keine Probleme. Das Köthener Spiel wurde im Spielaufbau von Mario Schimmelpfennig im Wechsel mit Christian Lingk navigiert. Beide konnten auf der Mitte gestalten, werfen und tricksen, ohne, dass sie der Gastgeber entscheidend dabei behinderte. Links von ihm feuerte Sebastian Retting eine Granate nach der anderen ins HC-Tor. Der Halblinke öffnete endlich seine „Wundertüte“ und sorgte mit seinen 11 Treffern für höchsten Unterhaltungswert. Auf der halbrechten Position stieß zeitweise Christian Lingk in die sich auftuenden Lücken in der Halleschen Abwehr. Seine beiden Strafwürfe verwandelte er gewohnt sicher. Überhaupt brachten sowohl Torhüter Helmut Feger als auch Michael Schmidt nur wenige Hände an den Ball. Der HC-Deckung gelang es nicht, die Kreise der Köthener entscheidend einzuengen, weil deren Durchschlagskraft eine Qualität bot, die man in den bisherigen Auswärtspunktspielen so oft vermisste. Die Trumpfasse bei der HG 85 waren ein wurfgewaltiger Sebastian Retting, ein wieder erstarkter Andreas Grube (7), der sich auf Linksaußen als ständiger Unruheherd bewies und ein mit vielen Paraden aufwartender Patrick Tuchen im Tor. Auch Thomas Karl stellte am Kreis die HC-Abwehr vor einige Rätsel. Ihm gelangen drei Treffer. Auch Robert Wagner wusste mit seinen zwei Treffern aus dem rechten Rückraum zu gefallen. Der Gastgeber fand erstaunlicherweise schwer in die Partie und lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. Sein Motor stotterte gleich zu Beginn. Fehlwürfe, Fehlabspiele und Ungenauigkeiten traten zutage. Ganze sechs Minuten lang mussten die HC-Fans auf den ersten Treffer warten. Da stand es bereits 5:0 für die Gäste. In der Folgezeit gab es in dem abwechslungsreichen Pokalfight einen Spieler, der im Rampenlicht stand: Torhüter Patrick Tuchen. Er nahm den Hallenser Angreifern eine freie Chance nach der anderen weg und hielt insgesamt vier Strafwürfe. Robert Klatt (7 Tore) war der erfolgreichste Werfer des Gastgebers. Alle Hände voll zu tun hatte die Köthener Abwehr auch mit Halles Kreisläufer Thomas Hollstein, der nicht nur erfolgreiche Sperren für Robert Klatt stellte, sondern auch selbst ständiger Gefahrenherd war. Halbzeit eins endete mit drei Treffern zugunsten der Gäste. Trainer Dima Radkevich nahm die Pause zum Anlass, seine Spieler noch einmal an seine Konzeption zu erinnern, ohne Erfolg, denn die Köthener spulten ihr erfolgreiches Spiel auch im zweiten Durchgang runter. Sie behielten dabei Ruhe und Übersicht und somit den 3-Tore-Vorsprung bis zum Schluss. Nach den Gründen für den Erfolg zu suchen, fiel Trainer Enrico Nefe nicht schwer: „Nun zieht der Klub der Dreißiger ins Finale ein. Angeführt von Thomas Karl, Enrico Gutowski, Andreas Grube, Patrick Tuchen und Mario Schimmelpfennig und mit der Unterstützung der "Jungen" Sebastian Retting, Christian Lingk und Junior Robert Wagner hat meine Truppe für die Überraschung gesorgt. Wir bestimmten die sechzig Minuten und siegten am Ende absolut verdient.“