… fen kein Erbarmen und erteilte ihr eine Lektion, an die sie sich noch lange erinnern wird. Überschäumende Freude herrschte bei der HG 85 und ihren über 400 mitgereisten Anhängern beim 28:27 (13:16)-Derbysieg. Die von den Bachstädtern kämpferisch überragend und …
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Mit unbändigem Willen und großartiger Leidenschaft eine komplette Halbzeit in Unterzahl die HSG Wolfen gedemütigt (27 : 28 (13:16)) Die HSG Wolfen kann den Siegeszug der HG 85 nicht stoppen Durch den 28:27(16:13)-Auswärtssieg am vergangenen Freitagabend gegen die HSG Wolfen dürfen sich die Bachstädter auch weiterhin in der Spitzengruppe der Tabelle sonnen. Auch ohne die verletzten Donatas Puikis und Sebastian Fende und die komplette zweite Halbzeit lang auch ohne Thomas Karl, hatte die HG 85 Köthen mit der HSG Wolfen kein Erbarmen und erteilte ihr eine Lektion, an die sie sich noch lange erinnern wird. Überschäumende Freude herrschte bei der HG 85 und ihren über 400 mitgereisten Anhängern beim 28:27 (13:16)-Derbysieg. Die von den Bachstädtern kämpferisch überragend und von Leidenschaft geführte Begegnung, erhielt ihre Initialzündung, als Thomas Karl fast mit dem Halbzeitpfiff von den Schiedsrichtern Lewaszkiewicz und Schönfeldt wegen eines Foulspiels unberechtigt vom Spiel ausgeschlossen wurde. Ohne dem Gastgeber wehtun zu wollen, für die Bachstädter war es nach der personellen Dezimierung eine Genugtuung. Ab sofort standen die Köthener Fans wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft, feuerten sie unentwegt an und leisteten damit moralischen Beistand, der sich schließlich auszahlte. Die gesamte zweite Halbzeit fighteten nur fünf, über sechs Minuten vier und sogar zwei Minuten lang drei HG 85 -Akteure gegen eine Wolfener Mannschaft, die ab der 40. Minute in der Offensive hilf- und ideenlos agierte, in der Abwehr immer löchriger wurde und schließlich am Ende zusammenbrach. In einem verbissen geführten Nachbarschaftsderby hatte die HG 85 nicht nur durch den Glanztreffer von Georg Eulitz in der letzten Sekunde des Spiels das glücklichere Händchen, sondern, ob ihrer großartigen Moral, den Sieg auch verdient. Mit dieser grandiosen Leistung bestätigten die Große- Schützlinge gleichzeitig ihren derzeitigen Erfolgskurs. Seit nunmehr sieben Spielen haben die Bachstädter kein Spiel mehr verloren. Man darf in den Analen weit zurückblättern, um eine Saison zu finden, wo sie am 13. Spieltag besser dastanden als derzeit. Thomas Thiele, der gerade einen Infekt überstanden hatte und Sebastian Tietz, der sich während der Woche bei einem Autounfall eine Brustbeinprellung zuzog, gingen von daher physisch gehandicapt in die Partie. Dem Gastgeber gelang es am schnellsten, die Nervosität vor etwa 1000 Zuschauern abzulegen. Er hatte im ersten Durchgang stets die Nase vorn, führte aber maximal mit nur vier Toren. Nach ein paar Ein- und Abstimmungsproblemen fing sich die HG 85 und egalisierte den 5:9 (12.)-Rückstand zum 10:10 (20.) durch fünf verschiedene Schützen und einen immer stärker haltenden Torwart Patrick Tuchen. Damit stellte sie zunächst den Wolfener Anhang ruhig und den ihrigen brachte sie auf Betriebstemperatur. Wolfen wechselte seinen Torhüter und setzte gleich drei Tore zum 13:10/24. dagegen. Zwei von drei Versuchen führten innerhalb von zwei Minuten durch Sebastian Tietz und Rene Uelsmann zum 12:13-Anschlusstreffer. Beim Stand von 12:16 nahm Trainer Jens Große den erschöpften Thomas Thiele auf die Bank und schickte Andreas Grube auf halb links ins Rennen. Unmittelbar danach die Szene des Spiels, die für den weiteren Verlauf des Derbys entscheidende Bedeutung hatte: Thomas Karl wurde nach einem Foul gegen Matthias Lindner vom Spiel ausgeschlossen. Somit war klar, seine Mannschaft musste die zweite Hälfte mit fünf Spielern bestreiten- ein Unterfangen, dass kaum Hoffnung auf wenigstens einen Teilerfolg zuließ. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Jetzt noch aggressiver in der Deckung und superschnell auf den Beinen ließ die HG 85 nicht locker, spielte ungebremst nach vorn. Daniel Andrä und Sebastian Tietz verkürzten auf 15:16 (35.). Mit einem letztmaligen Zwischenspurt zum 20:15/39. bäumten sich die Fuhnestädter noch einmal auf, um dann in ein tiefes Loch zu fallen. Denn jetzt liefen die Gäste zur Hochform auf. Kontinuierlich wurde über den Kampf der Rückstand verringert. Routiniert und akribisch zugleich erarbeiteten sich die Köthener zwischen der 40. und 48. Minute einen 2-Tore-Vorsprung (23:21). Die Euphorie bei den HG 85-Fans erhöhte sich erneut, weil sie ihre Mannschaft mit einer Kampfeslust unterhielt, die unterschiedlichsten Couleurs hätte nicht sein können. Patrick Tuchen und seine Vorderleute genehmigten während dieses Zeitraumes den Hausherren lediglich einen Treffer durch den enttäuschenden Robert Pratersch. Trainer Frank Mühlner stand die Zornesröte im Gesicht, weil seine Eleven konzeptlos die Angriffe vortrugen, mit dem Kopf durch die Wand wollten und an der HG 85-Defensive abprallten, letztlich am Köthener Pragmatismus, die Partie mit Übersicht auszuspielen, scheiterten. Hoffnung konnte er noch einmal schöpfen als Hendrik Hein in der 54. Minute die HSG 25:24 in Führung brachte. Doch brachten es bei einer 3:6-Unterzahlsituation Andreas Grube und Georg Eulitz fertig, Torhüter Stefan Förster zu bezwingen. Das letzte Adrenalin bei den HG 85-Fans kitzelte Juniorennationalspieler Georg Eulitz heraus als er dem aufopferungsvollen Spiel mit einem direkt verwandelten Freiwurftor von einer fast aussichtslosen Position über die 6-Mann-Mauer hinweg ins linke obere Toreck die Krone aufsetzte. Die Leistung der Köthener ist ein Garant für die nächste Begegnung gegen den VfL Fredenbeck. drh (17.11.2006) HG 85 Köthen: Patrick Tuchen, Sebastian Loske n.e.); Daniel Andrä 6, Ants Benecke (n.e.), Georg Eulitz 5, Andreas Grube 6/1, Thomas Karl, Marcel Kilz, Matthias Lache (n.e.), Mario Schellbach, Thomas Thiele 2, Sebastian Tietz 5/1, Rene Uelsmann 4