Ergebnis
28 : 28
HG 85 Köthen : HC Burgenland
Aufstellung
HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonard Serfas, Johann Schütte; Benet Fenyö, Lukas Krug 6, Tim Gmirek, Frank Grohmann 9/5, Moritz Brodowski, Justin Milkow 4, Jan-Malte Matz, Jakob Hensen 2, Yasin Jaidi 3, Steven Just 3, Ludwig Schütte, Tarek Jaidi 1
HC Burgenland: Marian Vogt, Lion Schmidt, Laurenz Kröber 4, David Gligic 1, Felix Oelke 2, Pascal Ebert, Mirco Fritzsche 2, Thato Weiß 1, Richard Vogel 1, Nicolas Neumann, Vuk Cetnik 5, Almir Osmanhodzic 10/5, Moritz Zänker 2, Stephan Fichtner
Die HG 85 Köthen hat sich am Freitagabend im Nachholspiel gegen den HC Burgenland in sprichwörtlich letzter Sekunde einen Punkt mit dem 28:28 (16:16) geholt und damit auf den 5. Tabellenplatz geschoben. Dieser von den Gästen ruppig geführte Fight, dem die Schiedsrichter Hendrik Herbst und Antonio Oliva nicht genügend Einhalt geboten haben, fand 16 Sekunden vor Spielende seinen unfairen Höhepunkt mit einer schweren Fußverletzung von Justin Milkow. Die bewusst die Gesundheit des Spielers in Kauf genommene Abwehraktion durch Vuk Cetnik muss als besonders unsportliches Verhalten gewertet werden und hätte die Blaue Karte zur Folge haben müssen. Warum die Unparteiischen diese Entscheidung nicht getroffen haben, bleibt ihr Geheimnis.
Der intensiv geführte Fight war über die gesamte Distanz von den Gastgebern, die mit dem Anpfiff in Rückstand geraten waren (0:3 /3.) kein Auftritt, der die zahlreichen Zuschauer begeistert hat. Zu viel technische Fehler und ungenaue Abschlüsse prägten sein Spiel. Zwar zeigte die Heimmannschaft keinen Respekt vor dem Gegner, machte aber im Aufbauspiel zu viele Fehler und hatte auch mit ihren Torhütern nicht die beste Tagesform. Almir Osmanhodzic (bester Werfer der Partie) hatte in den ersten sieben Minuten zu viel Freiheiten, die er zu Treffern ummünzte. Der Lux-Sieben gelang erst in der 13. Minute der Ausgleich (7:7) und drei Minuten später die erste Führung (9:8). Beim Halbzeitpfiff stand die Partie noch immer Unentschieden.
Auch nach dem Wiederanpfiff tat sich die HG 85 schwer, aus dem Positionsspiel die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu finden bzw. ihr Aufbauspiel fehlerlos zu gestalten. Frank Grohmann lieferte erneut den Beweis, dass er vor allem das Köthener Angriffsspiel auf der rechten Seite variabel und erfolgreich gestalten kann. Er brachte die Burgenländer mit seinen 7m-Treffern zum 18:18 (37.) kurzzeitig ins Schlingern, aber nicht in Not. In der 46. Minute führten die Gäste 23:19. Die Partie blieb weiterhin dramatisch, lebte von knappen Spielständen. Die Bachstädter waren bis zur 51. Minute auf Verfolgungsjagd, erzielten den Ausgleich und zwei Minuten später durch den 7m-Treffer von Frank Grohmann die 25:24-Führung, die sie nicht bis zum Schlusspfiff verteidigen konnten. Das Team von Martin Lux jagte seine Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Positiv, dass sich der Gastgeber von den Rückständen in den letzten Minuten nicht entmutigen ließ und am Ende doch noch einen Punkt verbuchte.