Ergebnis
27 : 27
HSG Freiberg : HG 85 Köthen
Aufstellung
HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonard Serfas, Johann Schütte; Benet Fenyö, Lukas Krug 3, Tim Gmirek 1, Moritz Brodowski 3, Laurenz Brodowski, Justin Milkow 6, Jakob Hensen 2, Yasin Jaidi 7/3, Steven Just 5
HSG Freiberg: Tino Hensel, Benjamin Wolf 3, Constantin Stenger 2, Tomás Chiriaco 3, Marc Schreiber 1, Cris Hofmann 2, Yannik Tischendorf 4, Eric Neumann 5, Benjamin Fernandez Urrutia, Dominik Gelnar 5/3, Jan Mojzis
Traum und Trauma liegen im Handball dicht beieinander. Das erfuhr auch die HG 85 am Samstagabend im Auftaktspiel zur Rückrunde in der Regionalliga Mitteldeutschland gegen die HSG Freiberg, dass sie 27:27 (12:14) gestaltete. Die prestigeträchtige Partie verlief fair und nach Toren adäquat dem Hinspiel in Köthen.
Von Martin Lux taktisch geschickt eingestellt, agierten die Köthener in der ersten Halbzeit in jeglicher Hinsicht mit Köpfchen, kontrollierten das Spiel und gingen mit einer 14:12-Führung in die Pause. In dieser Spielhälfte ließ Yasin Jaidi, der zuvor zweimal vom 7m-Strich einnetzte, den dritten Strafwurf ungenutzt. Er war aber mit vier Feldtreffern erfolgreich und wies seine überragende Torgefährlichkeit nach. Auch von beiden Außenbahnen (Justin Milkow und Steven Just) strahlten die Gäste Torgefahr aus.
Nach dem Spiel nannte Christian Kanzler nicht als Marktschreier in eigener Sache, sondern als sachlicher Analyst die anderen Gründe, die die Punkteteilung zur Folge hatten: "Wir sind gut in unser beabsichtigtes Spiel reingekommen und haben unseren Matchplan zielstrebig umgesetzt. Wir hatten gegen die offensive 5:1-Deckung des Gastgebers gute Lösungen. Leider führten in der zweiten Halbzeit individuelle Fehler auch im Überzahlspiel zum Verlust der Führung. Und trotzdem hatten wir zum Schluss durch Lukas Krug seine letzte Aktion, ein Freiwurf, noch die Chance zum Sieg. Doch die Schiedsrichter haben den Treffer nicht anerkannt. Wir waren die bessere Mannschaft, haben es aber nicht geschafft, den Sack zuzumachen."
Der Start in die zweite Spielhälfte war eine zähe Angelegenheit. In den ersten sieben Minuten fielen nur drei Tore: Je eins durch Jakob Hensen und Lukas Krug und ein Treffer durch Marc Schreiber. Zwischen der 38. und 52. Minute musste die HG 85 Köthen eine kritische Phase absolvieren. In dieser nutzte der an diesem Abend mit wenigen erfolgreichen Impulsen agierende Benet Fenyö einen weiteren Strafwurf nicht. Die Ein-Tore-Führung (23:22) der Freiberger wandelten Justin Milkow und Yasin Jaidi zwei Minuten später wieder zum Ein-Tore-Vorsprung um (23:24). Die finale Entscheidung wurde durch einen verwandelten Strafwurf von Domenik Gelnar (27:26 / 59.) und Yasin Jaidi (27:27) 13 Sekunden vor Schluss inszeniert. Mit dieser Punktteilung stabilisierte die HG 85 Köthen ihren Platz im Mittelfeld der Tabelle.
von drh.