Ergebnis
32 : 22
HG 85 Köthen : HSV Bad Blankenburg
Aufstellung
HG 85 Köthen: Christian Kanzler, Leonard Serfas, Johann Schütte; Benet Fenyö 2, Lukas Krug 6, Tim Gmirek 4, Moritz Brodowski 1, Laurenz Brodowski, Jakob Hensen 5, Yasin Jaidi 5, Tarek Jaidi 2, Steven Just 6/2, Ludwig Schütte 1
HSV Bad Blankenburg: Benas Vaicekauskas, Norbert Ban 3/2, Til Scherer 1, Jonas Bogatzki 1, Daniel Kyvala 1, Quentin Graefe 1, Dominik Doskar 2, Matej Scherer, Josef Jonas 2, Michael Konárik 2, Jan Hermanovsky 2, Julius Standhardt, Juraj Geci, Kristian Uhrinak, Jacob Arthur Lutz, Vaclav Kovar 7/1
HG 85 spielt groß auf!
Bad Blankenburg chancenlos beim 32:22 (18:11)
Die HG 85 Köthen hat am Samstagabend gegen den HSV Bad Blankenburg ihr Spielkonzept erfolgreich umgesetzt und somit verdient gewonnen. Was den Unterhaltungswert angeht, konnten sich die Köthener Zuschauer in diesem dominanten Match nicht beklagen. Ihre Mannschaft stellte mit ihrem brillanten Spiel, insbesondere in der ersten Halbzeit, dem HSV Bad Blankenburg ein Zeugnis schwächelnder Spielqualität aus. Bei diesem Endstand erübrigt sich fast eine Beschreibung oder Aufzählung der Gäste-Mängelliste.
Die nannte Norbert Ban nach Spielende: "Die technischen Fehler in der ersten Halbzeit und die verlorenen Eins-gegen-Eins-Situationen haben uns schnell zurückgeworfen. Zudem sind wir keine erste und zweite Welle gelaufen und haben auch hundertprozentige Chancen liegengelassen. Die Zahl der Fehlwürfe war viel zu hoch. Auch in der zweiten Halbzeit hat bei der HG vieles funktioniert und bei uns kaum etwas. Die HG hat verdient gewonnen."
Beim Sieger zog Yasin Jaidi eine durchaus positive Bilanz: "Wir waren diesmal von Anfang an in der Erfolgsspur und haben unser geplantes Programm mit wenigen Fehlern umgesetzt. Wir hatten mit Benet Feyö einen kreativen Mittelmann, der präzise Anspiele vollzogen und somit ein sehr gutes Spiel abgeliefert hat. Wir haben heute eine der besten ersten 30 Minuten in einem Spiel abgeliefert und dabei war Christian Kanzler im Tor eine große Stütze."
In den Reihen des Gastgebers, der ohne Frank Grohmann, Justin Milkow und Jan-Malte Matz spielte, konnten die Zuschauer viele spielerische Glanzpunkte sehen. Es stand ein HG 85 Team auf der Platte, das im Saisonspiel Nr. 23 überzeugte, ohne Nervosität, mit Herzblut, kämpferischem Engagement und sehenswerten Spielzügen ihr Vorhaben abspulte.
In den ersten sechs Minuten waren es Steven Just, Jakob Hensen und Yasin Jaidi, denen die Treffer zum 1:1 (2.), 2:1 (3.), 3:2 (4.), 4:2 (6.) und 5:2 (7.) und nur so aus den Händen flogen und ihr Ziel erreichten. In den folgenden Minuten stabilisierte Christian Kanzler mit 4 Paraden den 7:3-Vorsprung seines Teams. Und weil vor allem die "Leitzentrale" Benet Fenyö weiterhin produktive Angriffe steuerte und seine Nebenleute die Zuspiele erfolgreich zu Toren ummünzten, stand es in der 18. Minute 13:6. Zu der Effizienz im Angriff gesellte sich auch noch Stabilität in der Abwehr der Gastgeber, die schnell verschoben und die Gäste-Angreifer nicht zur Wirkung kommen ließen.
Gestützt auf eine einsatzfreudige Defensive mit einem stark haltenden Christian Kanzler im Tor sowie einen in die Breite spielenden, treffsicheren HG 85-Angriff wurde das Spiel in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zu einem attraktiven Event fortgesetzt. In der 47. Minute klaffte zwischen beiden Teams ein 10-Tore-Abstand (25:15), der bis zum Schluss verteidigt wurde. Zwischenzeitlich bewog die übermäßig hohe Zahl von Fehlabspielen und Fehlwürfen Trainer Ivo Havel durch ein Time-Out (50.) ins Spiel einzugreifen und ins richtige Fahrwasser zu bringen. Aber das Spiel seiner Mannschaft wurde nicht besser, konnte keine Wende herbeiführen. Die Köthener Deckung stürzte den HSV- Angriff von einer Verlegenheit in die andere und die Gäste-Abwehr konnte die "Tor-Lawine" der Hausherren nicht aufhalten. Die Felle schwammen den Gästen endgültig davon. Lediglich Quentin Gräfe und Jonas Bogatzki konnten sich nach dem 32:20 (58.) mit zwei Treffern in Erinnerung bringen.